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Bernhard Heisig "Bilder aus 4 Jahrzehnten" Ausstellung im Von der Heydt-Museum (30.10.98)
 
 Bernhard Heisig
„Bilder aus 4 Jahrzehnten“
Ausstellung vom 08.11.1998 - 24.01.1999
Die Ausstellung umfaßt 82 Gemälde. Der Katalog mit Beiträgen von Eduard Beaucamp, Patricia Ferdinand-Ude, Joachim Fest, Bernhard Heisig, Jörn Merkert, Eberhard Roters, Dietulf Sander, Helmut Schmidt ist im Wienand Verlag Köln erschienen, hat 321 Seiten und zeigt sämtliche Werke in farbiger Abbildung. Ein Katalog, der „mehr als ein bebildertes Verzeichnis alles hier Ausgestellten ist, nämlich eine die bisherige reiche Literatur zu Heisig übersteigende Monographie mit zweihundert Farbtafeln, vierzig Schwarzweißabbildungen, acht Textbeiträgen und einem von Fotografien dokumentierten biographischen Teil“, urteilt die FAZ. Er kostet 35,-  DM. Eröffnung ist am Sonntag, 08.11.1998 um 18 Uhr mit einem Gespräch zwischen dem Künstler und Dr. Sabine Fehlemann.
Lange Zeit beurteilte der Westen die Kunst Bernhard Heisigs nicht ohne Vorurteil als ,,Kunst aus der Deutschen Demokratischen Republik“. Seit Mitte der 70er Jahre fand Kunst der DDR auch in der Bundesrepublik zunehmende Beachtung und Anerkennung. Heisig und seine Kollegen waren in wichtigen Ausstellungen vertreten, z.B. 1977 auf der documenta VI. 1983/84 porträtierte er den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Die Entscheidung, Heisig gehört zu den Künstlern, die den neuen Bundestag mit Werken bestücken sollen, löste 1998 kontroverse Diskussionen aus.

Der direkte Kontakt mit den Kunstwerken hat gezeigt, daá mit Bernhard Heisig ein Künstler seine individuelle Sicht der Wert eigenwillig mitzuteilen sucht. Heisigs Bilder handeln von den Mechanismen der Unterdrückung und Manipulation. Eine besondere Beziehung besteht zu Themen der Geschichte, mit Darstellungen von Krieg und Revolution, Religion und Mythologie. Nicht das Alltägliche und Typische will der Künstler darstellen, sondern die Besonderheit, die Individualität, die sich in jedem Einzelnen verbirgt, auch wenn Massen seine Bildräume füllen. Die Vielschichtigkeit der Figur, der Dinge macht die Komplexität aus, die die äußere Wirklichkeit reflektiert.

 Veranwortlich:
Von der Heydt-Museum Wuppertal