Ausstellung im Von der Heydt-Museum vom 10. Mai - 28. Juni 1998
OSKAR MOLL Gemälde und Aquarelle
Oskar
Moll, 1875 in Brieg bei Breslau geboren, gehörte zu jener Gruppe deutscher
Künstler, die sich früh an der französischen Malerei orientierten.
1907 weilte er in Paris, wo er mit Hans Purrmann, Rudolf Levey und anderen,
die damals gerade erst gegründete Academie Matisse besuchte. Mit dem
Gründer, Henri Matisse blieb er zeitlebens freundschaftlich verbunden.
1918 kam Moll an die Breslauer Akademie, deren Direktor er 1929 wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus galten seine Werke als ,,entartet", und er war mit Ausstellungsverbot belegt. Im Bombenhagel 1943 verlor er einen Großteil seines CEuvres, als sein von Hans Scharoun in Berlin-Charlottenburg gebautes Haus ausbrannte. 1947 ist Oskar Moll im Alter von 72 Jahren an einem Nierenleiden gestorben.
Landschaften, Stilleben und wunderbare Atelier- und Fensterbilder, leicht und licht auf die Leinwand gemalt, prägen das künstlerische Werk. Die harmonische Verschmelzung kontrastierender Farben, gesteigert durch die Verwendung von Schwarz, sowie der seit dem Frankreichaufenthalt temperamentvoll sich entfaltende Pinselstrich erreichen in den zahlreichen Winterbildern den Höhepunkt, da kein anderer Maler Schnee so vollendet malen konnte wie Oskar Moll.
Die zum 50.-jährigen Todestag des Künstlers gezeigte Retrospektive
mit knapp 60
Gemälden und zahlreichen Aquarellen vermittelt einen Blick auf
sämtliche
Schaffensperioden. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog im
Wienand Verlag Köln
erschienen.
Verantwortlich:
Von der
Heydt-Museum